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Ubuntu Linux - Ein- und Umstiegshilfen zu Linux

Copyright © 2016 Carl H. Heidrich - Alle Rechte vorbehalten

Warum der Umstieg auf Ubuntu und Apache?
Ubuntu und Apache für unsern Webserver
Kritische Hinweise und Ratschläge
Linux installieren - 4 Beispieltypen - Videos dazu
Linux - Distributionen - Arbeitshilfen
Der richtige Rechner für Windows/Mac OSX/Linux

Vorwort und Abstract

Die Linuxseite sollte aktualisiert werden und die Umstellung unseres Webservers vom Microsoft Internet Information Server 7.5 auf Ubuntu/Apache2 nehme ich zum Anlass, die Aktualisierung vorzunehmen.
Ein neues Projekt ist auch ein Beispiel, ein alternatives Betriebssystem bei einem gegebenen Anlass kennenzulernen und darauf eine Einführung aufzubauen. Aufgemerkt: Linux ist kostenfrei unt bietet ca. 40000 freie Softwarepakete.

Die beiden ersten Teile veranschaulichen die Umstellung und erläutern die Voraussetzungen. Ein Demovideo führt das Arbeitsumfeld in Ubuntu vor, gefolgt von technischen Details. Für Interessenten, die eigene Experimente machen möchten, bringt der dritte Teil Zusatzinformationen. Im vierten Teil werden vier Beispieltypen von Installationen vorgeführt.
12 Videos zeigen die Installationen : Apache2 Webserver, Ubuntu Stick, Virtual Box (2), Ubuntu (7), Raspberry Pi.
Hinweise zu Informationen über Linuxdistributionen und Arbeitshilfen enthält der fünfte Teil. Der sechste Teil gibt Hilfestellung bei Entscheidungen vor dem Kauf eines neuen Rechners.
Der Betrieb privater Webserver ist die Zielrichtung des Textes.
Große (kommerzielle) Installationen werden nicht diskutiert.

Warum der Umstieg auf Ubuntu?

Der mögliche Umstieg auf Windows 10, die Version läuft bei mir seit 2015 in einer virtuellen Maschine, machte es erforderlich, eine Umstellung unseres Webservers zu prüfen. Wir benutzen zwar Windows 7 mit IIS 7.5, aber mit einer Perl Version 5.12.4 von 2010. Aktuell ist Perl bei v. 5.22.1 mit der Windows Version von ActiveState, die wir seit 1998 benutzen. Die Software von ActiveState stellt Laufzeitbibliotheken (.dll) für den IIS zur Verfügung, die die Verarbeitung der Perlskripte durch den Webserver erlauben. Der Einsatz von Perl als serverseitiger Skriptsparache ist für unseren Webauftritt unverzichtbar. Bei der kürzlichen Inbetriebnahme des Webservers habe ich die 32-Bit Version von Windows 7 benutzt, s. 'Unser Webserver - Hinweise'. Seit Längerem sind wir bei den PCs auf die 64-Bit Version von Windows 7 umgestiegen. Unsern Webserver konnten wir problemlos auf die 64-Bit Version umstellen, allerdings arbeitete die neueste Perlversion damit nicht. Man stellt schnell fest, dass viele Serverbetreiber mit dem Problem kämpfen. Meine Recherche ergab, dass nach der Version 5.12.14 Änderungen im Code vorgenommen wurden und die bisherige Technik nur unter 32-Bit Verionen mit dem IIS zusammenarbeitet. Grund ist: ActiveState hat keine Rechte für den erforderlichen Code bei 64-Bit Systemen. Glücklicherweise hatte ich noch ein Backup der 32-Bit Version. Damit lief auch die 64-Bit Version unseres Servers.

Hintergrund- und Zusatzinformationen, Verweise, Hyperlinks etc. werden

durch 'Lesen Sie hier mehr' angezeigt, sie sind ein-und ausblendbar.

Lesen Sie hier mehr

Ubuntu und Apache2 für unsern Webserver

Den Versuch einen Apache Webserver unter Windows 7/10 zu installieren habe ich schnell abgebrochen. Der Apache Webserver benutzt eine Modultechnik, für Perl wird mod_perl benötigt, die aktuelle Version für Apache httpd 2.4 ist 'mod_perl 2.0: Version 2.0.9', die für ActiveState wieder nur in der 32-Bit Version verfügbar ist. Es gibt für Windows noch Strawberry Perl, die angebotene Portierung von mod_perl läuft aber noch nicht. Damit war für mich, immer ein Unix/Linux Fan, die Portierung auf Ubuntu klar. Der neuerliche Umstieg auf Ubuntu/Apache2 war zwar mit einiger Umprogrammierung verbunden aber nicht schwierig, es lief mittlerweile Ubuntu 15.10 in der 64-Bit Version.

Hilfen bei der Vorbereitung : Dokumentation :
3Eck Natürlich liest man nicht vorweg alle Softwaredokumentation.
Man liest sie, wenn man bestimmte Informationen benötigt. Werfen Sie schon mal einen Blick in die u.a. Seiten. Um Schreckmomente zu vermeiden, gedulden Sie sich, bis Sie unten die notwendigen Informationen gelesen haben.

Zuerst benötigt man die Dokumentation für Apache2, die über den o.a. Link erreichbar ist. Die Dokumentation ist exzellent organisiert. Üblicherweise suche ich auch nach einem Fachforum. Vor einem neuen Projekt ist man gut beraten zu prüfen, ob evtl. Probleme in der geplanten Softwareumgebung auftreten. Ich fand als Forum u.a. nicht nur die Apache Lounge, sondern dort unter den 'Apache Webmaster Tools' das ApacheGui, ein hilfreiches Tool. Zum Betrieb benötigt man eine andere Apache Software: Apache Tomcat, man kann damit 'JavaServer Pages' betreiben. Unter Ubuntu benötigt man dazu noch eine Java Version. Die Installationsquelle für Ubuntu findet man bei Web Upd8 Java 8, die Seite war mir nicht bekannt, die Ubuntu Java Version reicht nicht aus.
Beachten sollte man bei Linux, auf welcher Basis ein Release entwickelt wurde. Ubuntu ist aus den Debian Quellen entwickelt. Tatsächlich ist die Apache httpd Portierung von Debian auch in Ubuntu wiederzufinden. (Debian- und RedHat-Linux galt vor Jahren als Version für Puristen, ich kenne beide.) Die Debian Dokumentationen kann ich jedem nur ans Herz legen, eine herausragende Softwaredokumentation. Sehen Sie hinein : Dokumentation, das Administrationshandbuch und auch 11.2. Webserver.
Für Ubuntu finden Sie nützliche Links unten auf der Seite Download Ubuntu Desktop sowie unter Ubuntu-Leitfaden. Für deutsche Benutzer ist Ubuntuusers De eine Anlaufstelle. Zuletzt als Ergänzung zu den Debian Hilfen noch der Link bei Ubuntu HTTPD - Apache2 Web-Server. Hier findet man auch die Befehle zur Installation unter Ubuntu.

Als wichtiges Hilfsmittel habe ich schon lange die Komodo IDE von Active State benutzt. Man hat hier eine vollständige Entwicklungs- und Testumgebung für Skript/Programmier- Sprachen zur Verfügung, die ich für die Entwicklung der Perl Skripte eingesetzt habe. Ohne dieses Werkzeug kann man nur in einem Editor oder im zeilenorientierten Debugger von Perl programmieren und testen. Bei aufwendigen Skripten ist das ein mühsames Unterfangen. (! Wenn Sie über 'http://www.activestate.com/' auf die Seite von 'Komodo' navigieren, bekommen Sie im Firefox nicht alles korrekt angezeigt, im IE ist es o.k., aber der o.a. Link liefert mehr Information.!)

Weiter unten werde
ich eine vollständige
Linuxinstallation vorführen,
sie ersetzt das alte Video.

Demo des Ergebnisses : Das Demo zeigt, wie meine Arbeitsumgebung für die Umstellung der Webseiten aussieht. Wenn man unter Ubuntu ein Softwarepaket über das Ubuntu Softwarecenter, die Paketverwaltung oder mit Befehlszeilen (s. oben im Text des letzten Links) in einem Terminal (denken Sie an MS 'cmd.exe') installiert, werden immer auch die zu diesem Paket abhängigen Pakete mitinstalliert. Manchmal gehören Ergänzungen dazu, hier kann z.B. die Apache Dokumentation zusätzlich installiert werden. Installations- und Startreihenfolge:
  1. Apache Server installiert - Test, ob httpd läuft - Startseite geladen - Adresse: 127.0.1.1.
  2. apache2 - start/stop - Statusbefehle getestet.
  3. apache2.conf geprüft - Konfigurationshierarchie neu.
  4. 3Eck ApacheGui Software und Oracle-Java8 installiert - ApacheGui läuft in Firefox.
  5. Apache Konfiguration: in sites-available '000-default.conf' für Webverzeichnis und Skripte konfiguriert.
  6. 'index.shtml' als Startseite festgelegt.
  7. 3EckActive State 'Komodo' Testversion installiert.
  8. Vorbereitete Perlskripte in Perl und Webserver getestet.
  9. Alle aktuelle Webseiten und Perlskripte aufbereitet und getestet.
  10. Webserver vollständig getestet.

Es sieht für einen Neuling komplizierter aus, als es ist. Die mit ' 3Eck ' markierten Pakete benötigt man nicht, ich interessiere mich aber dafür. Die modularisierte Konfigurationshierarchie ist ein großer Fortschritt, in der 2013 benutzten Version gab es eine Datei httpd.conf die fast 1000 Zeilen lang war. Die Webseiten habe ich aus dem laufenden IIS übernommen. Die 'asp-Seiten' (Active Server Pages im IIS), damit konten die Seitenzähler mit VBSkript erzeugt werden, wurden durch die '.shtml-Seiten' des Apache2 ersetzt. Diese 'SSI' (Server Side Include) Seiten erzeugen jetzt die Seitenzähler mit Perl Skripten. Perl Skripte erzeugen auch die Besucherstatistik Seite und vor allem die Kontextsuche in den Arnulfinger Urkunden.

Das folgende kurze Video gibt einen Blick auf den Arbeitsvorgang.

Die Kommandozeilen werde
ich unten noch anführen.

Grundsätzliche Bemerkungen: Die Gründe für die Wahl von Perl habe ich oben erläutert. Die Aufgaben, die Perl für mich erledigt, kann auch die mittlerweile beliebt Sprache PHP erledigen. Die geeigneten Module dafür sind bei Apache2 vorhanden. Der Apache2 wird nach der Installation gestartet. Seine lolale Startadresse erfährt man aus der /etc/hosts-Datei. Es ist 127.0.1.1, üblich ist meist '127.0.0.1'. Es wird eine Startseite angezeigt, die Sie sich mit dem Link Apache Startpage ansehen können (mit Firefox in neuem Tab öffnen). Dort finden Sie Basisinformationen, die z.B. schon die Abhängigkeit und Startfolge der Konfigurationsteile zeigt. Das 'configuration system' ist in der 'README.Debian' beschrieben, den Text finden Sie in dem Link README.Debian. Bei der Durchsicht des apache2.conf und bei ports.conf brauchte ich nichts zu ändern, standard Port ist '80'. Die Datei sites-available '000-default.conf' enthält die Konfigurationsdirektiven des eigenen Servers. Als privater Webseitenbetreiber richtet man normalerweise einen Server ein, in unserem Fall für die IP hci.dnsalias.org. Auf dem Apache2 können weitere virtuelle Server laufen, für die eigene IPs vorhanden sein müssen. Da ich in meinem Abo bei Dyn.com weitere Adressen benutzen kann, könnte ich z.B. eine für den Betrieb eines Blogs einrichten. Jeder Server erhält eine eigene Konfiguration. Für die Testphase mit 127.0.1.1 behalte ich die Direktive <VirtualHost *:80> bei, die später durch die Dyn.com Adresse ersetzt wird. In der Datei müssen die Direktiven für das Basisverzeichnis der Webseiten und die Skripthandhabung eingetragen werden. Dabei treten für die Anfänger die meisten Probleme auf, obwohl notwendige Angaben in den Dokumentationen gut beschrieben sind. Hier meine Direktiven, die webmaster E-Mail wird später eingetragen.:

  ServerAdmin webmaster@localhost
  DocumentRoot /var/www/html

#CHH
  <Directory /var/www/html>
    Options Indexes FollowSymLinks MultiViews Includes
    AllowOverride None
    Order allow,deny
    allow from all
  </Directory>

  DirectoryIndex index.shtml

  ScriptAlias /scripts/ /var/www/html/scripts/
  <Directory "/var/www/html/scripts">
    Options +ExecCGI
    AddHandler cgi-script .cgi .pl
    Options FollowSymLinks
    Require all granted
  </Directory>
#CHH

Die wichtigsten benutzten Befehle. 'a2enmod' steht für 'apache2 enable module', 'a2ensite' steht für 'apache2 enable site':

   Liste von benutzten und hilfreichen Befehlen :
shutdown -r now
   Die vollständige Beschreibung später in einem Terminal :
man shutdown, 'man'='manual pages', Programmbeschreibung
mount, umount Dateisysteme ein- und aushängen
apt-get <optionen> <weitere Angaben> verwaltet Programmpakete

   Zusätzlich für die Umstellung installierte Pakete und Aufrufe:

apt-get install Apache2 Apache2 Webserver installieren.
apt-get install libapache2-mod-perl2 Perl integration für Apache2
systemctl status apache2.service kontrollieren, ob Server aktiv
a2enmod cgi Perl Modul aktivieren
a2enmod include Include Modul aktivieren
http://apachegui.net - ApacheGui entpacken ApacheGui installieren
   Oracle Installieren :
add-apt-repository ppa:webupd8team/java Resourcenquelle festlegen
apt-get update Paketinformationen abrufen
apt-get install oracle-java8-installer Java Installer laden
apt-get install oracle-java8-set-default Java installieren
export JAVA_HOME="/usr/lib/jvm/java-8-oracle" Systempfad exportieren
   ApacheGui starten
http://localhost:9999/ApacheGUI/jsp/GUISettings.jsp ApacheGui Webinterface öffnen
   ApacheGui stoppen

Mit a2ensite 000-default.conf muss die Konfiguration geladen werden, und mit /etc/init.d/apache2 restart startet man Apache2 neu. Die Perl Skripts können getestet werden. Die Skripte müssen die richtigen Zugriffsrechte besitzen. Wenn alles korrekt eingestellt ist, die Skripte zwar in Perl aber nicht im Apache2 laufen, kann das daran liegen, dass das Perl Modul nicht aktiviert ist, man aktiviert es mit a2enmod cgi. Auch das Include Modul muss evtl. aktiviert werden mit a2enmod include, wenn eine Datei nicht angezeigt wird.
Die Installation des Weg Gui wird auf der Seite des Autors beschrieben. Man kann ihn in einem Ordner des persönlichen Verzeichnisses installieren. Man muss zuerst den Tomcat Server starten (später auch stoppen) bevor man ihn gemäß Vorgabe im Browser aufruft.

Kritische Hinweise und Ratschläge

  1. Ein Anfänger kann schon erschrecken, wenn er/sie etwa zuerst den Wikipedia Artikel zum 'Apache HTTP Server' und dann die vollständige Dokumentation anliest. Man kann die möglichen Schwierigkeiten, die einem bevorstehen, nicht abschätzen. Vor allem gibt es für den Einsteiger keine Anweisungen für die richtige Reihenfolge der Arbeitsschritte. Muss man alle Konfigurationsdateien durcharbeiten, welche Module benötigt man, was ist standardmäßig alles vorbereitet und läuft bereits? Ich habe sowohl vorweg als auch während des Aufbaus unseres neuen Webservers nirgendwo eine brauchbare Hilfestellung gefunden, geholfen hat mir Erfahrung und Instinkt. Informationen: gearbeitet wird mit Ubuntu 15.10, etliche Information ist veraltet, so bei ubuntuusers.de - es gibt für Apache kein 'Howto' - (! Die Mitarbeiter sind alle Freiwillige !). Welche Motivation die Suchmaschinen Betreiber immer für ihr Ranking haben, es ist nicht möglich, nur Ergebnisse für die Jahre 2015/2016 zu bekommen. Wenn ich 'perl mit apache2' bei DuckDuckGo suche, bekomme ich als zweiten Eintrag einen Hinweis auf einen Artikel von 2003. Oft ist ein Erstellungsdatum gar nicht erkennbar. Aber auch eine Präzisierung hilft oft nicht. Suchen Sie bei Google und DuckDuckGo direktive für perl apache2 ubuntu 15.10. Ich bezweifle, dass Ihnen die Ergebnisse wirklich helfen. Mein Fazit: Die Autoren scheinen nicht an Neueinsteiger zu denken. Wer etwa Studenten unterrichtet, würde mit einem vergleichbaren Vorgehen kläglich scheitern.
  2. Die neue Mode: Die mögliche Menge an Material und dessen Veränderung in der Zeit entscheidet, welche Software für einen Webserver benötigt wird.
    Wer heute ohne Content Management System, Datenbank und PHP/Perl arbeitet, gilt als rückständig. Die gängigen Varianten sind LAMP (Linux,Apache,MySQL,PHP) bzw. WAMP, MAMP und XAMPP, sehen Sie in Wikipedia nach, auch für Content Management System - CMS. Für private Webserver sind diese Systeme nach meiner Meinung nicht nötig, vor allem wenn man den Server auf einem privaten Rechner betreibt, was bei der aktuellen Netzverfügbarkeit meist möglich ist. Die modernen Systeme sind bei sich ständig ändernden Inhalten oder unterschiedlichen Nutzeranforderungen angebracht, z.B. Nachrichtenportale, Mediendienste, Business-to-business (B2B), Onlinehandel, Interessenforen oder Archive, evtl Blogs.
    Ich habe selbst einige Systeme getestet, der Aufwand, die 'Lernkurve', ist beträchtlich. Die Resultate sind teilweise erschreckend, soweit das die veröffentlichten Webseiten angeht: ich habe bis heute keine Seite gefunden, die die Validierungsteste besteht. Zum Verständnis: validieren Sie die mit dem CMS PLONE erstellte Webseite der Philosophischen Fakultät der Uni-Bonn, die enthält heute 68 Fehler. (Meist kann man das benutzte System im Quellcode der Seite z.B. in den Metatags sehen, hier <meta name="generator" content="Plone - http://plone.org">.) Ähnliches gilt für die weit verbreitete Blogsoftware Wordpress. In den Wordpress 'Coding Standards' (für CSS, HTML, Javascript und PHP) steht etwa für HTML "All HTML pages should be verified against the W3C validator ...". Die Benutzer der Systeme bekommen vorgefertigte Webseitenmuster - in der Regel vom Web Hoster oder einer Consulting Firma - , die eben keinen validierten Code enthalten. Bei Rückfragen, auch beim Bonner Rechenzentrum, bekommt man dann gesagt "Sie können doch die Seite sehen." Meine Antwort "Ich kann gar nicht wissen, was ich SEHEN SOLL." - Ich habe auch schon auf Seiten fehlende Inhalte nachweisen können. Übrigens: keines der mir bekannten Systeme sagt einem, wie man den Inhalt eines bestehenden Webservers in das neue System portiert. Kurzum: Lassen Sie die Finger davon, in einem Job ist der Boss verantwortlich. Bei unserem Webserver erkenne ich keine Notendigkeit für ein CMS, daran können Sie sich orientieren.
    Unten auf der Leitseite habe ich die von uns benutzte Software gelistet, sie wird teilweise seit 2000 benutzt und hat noch nie irgenwelche Probleme bereitet. Viele Firmen bieten, manchmal auch auf Anfrage, Sonderpreise für Studierende an. Oft gibt es Preisvergünstigung vor neuen Versionen - meist im Herbst - wird die alte Version abverkauft, um die Feiertage gibt es oft Sonderpreise. Hat man einmal eine Version, gibt es den Nachfolger meist zum halben Preis, es gibt auch immer Testversionen. Vermeiden Sie Software, die Ihnen vorgefertigte Webseitenmuster anbietet, die haben meist die oben genannten Defekte. Die sogenannten GUIs oder IDEs sind zwar hilfreich, aber sie ersetzen das Denken nicht. Für die Verwaltung der eigenen Seiten gibt es gute Hilfsmittel. Von regelmäßigen Backups abgesehen, ist eine Versionsverwaltung die eleganteste Methode, für die das kostenfreie git zu empfehlen ist.

Linux installieren.

Der Einstieg in Linux ist
nicht schwierig. Im Teil
'Linux - Distributionen'
finden Sie Hinweise für
die Eingewöhnung.

Vier Beispiele für Linux Installationen will ich vorstellen. Von einer möchte ich abraten: eine Parallelinstallation von z.B. Linux neben Windows auf zwei verschiedenen Partitionen/Platten, obwohl es möglich ist. Bei dieser Installation wird der Bootloader verändert. Sollten Sie das Linux System löschen oder ersetzen wollen, muss der Bootloader zurückgesetzt und evtl. durch einen veränderten ersetzt werden. Auch das ist möglich, aber für Anfänger nicht einfach. Manche haben sich dabei ihre Installation zerschossen.

1. Ubuntu auf USB Stick
Sie können eine Linuxversion auf einen USB Stick oder eine externe Platte (auch SSD Speicher) installieren, wenn Ihr PC/Notebook über die passenden Anschlüsse verfügt, für USB 2/3 ist das für neuere Hardware immer der Fall. Von Vorteil ist, dass Sie einen USB Stick immer mitnehmen können, für Notebookbesitzer hilfreich.
Der externe Datenträger wird mit einer geeigneten Software bootbar gemacht, es wird ein Master Boot Record, MBR, installiert und die Software erzeugt mit einem Linux-ISO-Abbild auf dem Datenträger ein bootbares (Live)Linux. Dieses kann dann nach dem Booten auf dem externen Datenträger installiert werden. Der MBR des Rechners bleibt unverändert. Aktuelle BIOS-Versionen enthalten meist schon eine Taste, oft 'F8' oder 'F10', die man auf dem Bootscreen sieht. Dort kann man das Laufwerk zum booten auswählen. Ist das nicht der Fall, kann man im BIOS die Bootreihenfolge ändern, z.B. 1. externes Laufwerk(USB), 2. DVD, 3. Harddisk.

Ubuntu stellt ein Howto bereit: How to create a bootable USB stick on Windows. Den Pen Drive Linux's USB Installer habe ich heruntergeladen, ebenso von der Ubuntu Downloadseite ein 64-bit Ubuntu 15.10. Die Pen Drive Exe Datei kann sofort aufgerufen werden. Das Resultat im Bild.

USB-Stick1
Vergrößern : Maus über Bild

USB-Stick2

Im unteren Bild sehen Sie in der linken Hälfte den Inhalt des erzeugten Sticks, in der rechten sehen Sie die Apache2 Konfigurationsdateien und die Modulverzeichnisse (für Vorabinformationen - die Software ist die kostenfreie Version des FreeCommander).

Beispiel 1 Ein kurzes Video soll den Startvorgang zeigen. Für Ihre erste Begegnung mit Linux können Sie dann vieles ausprobieren und testen, bevor Sie die Installation durchführen.

Die USB Stick Variante bietet Ihnen ein vollständiges Arbeitssystem bei einem nicht gestarteten Hauptsystem. Auf dessen Ressourcen könnnen Sie zugreifen, Sie können sie auch trennen. Es gibt dafür eigene Programme, mit denen man das steuern kann. Beim Surfen im Netz haben Sie die Sicherheit, dass auf Ihr Hauptsystem nicht zugegriffen werden kann.
Eine Alternative zum USB Stick bieten die SD Speicherkarten und SD Kartenleser (auch für USB mit Mehrfachsteckplätzen). In vielen aktuellen Rechnern sind SD Kartenleser schon vorhanden. Informationen zu den beiden Begriffen finden Sie leicht.

2. Ubuntu in virtuellen Maschinen
Als Vorabinformation empfehle ich besonders die folgende Seite, da sie auch die VM Typen beschreibt:
(Die Seite ist auch für andere Informationen hilfreich, für das Beispiel vier kann Sie auch benutzt werden.)
Virtualisierung (öffnet in eigenem Fenster).

Lesen Sie hier mehr

   Einige Punkte müssen Sie beachten:

  1. Eine virtuelle Maschine (VM) läuft in einem installierten Betriebssystem (OS), ('host', 'Wirt'). In der VM können verschiedene alternative OS ('guests', 'Gäste') installiert werden.
  2. Zwecke: OS mit zusätzlicher Leistung/Eigenschaft, OS alter Version für Programme, die nicht in neueren OS laufen, Testsysteme für unbekannte Programme, OS neuer Versionen.
  3. Möglichst aktueller Rechner. Genügend großer Plattenplatz (2 Festplatten sind gut). Platte partitionieren: System, eigene Software, Musik, Videos, Backups auf separaten Partitionen.
  4. Reservieren Sie Platz für jede VM, (die Systemanforderungen geben die Hersteller an, evtl. eine externe USB Platte/Stick zukaufen).
  5. Hier behandele ich 2 Beispiele von VMs Typ 2: Oracle VirtualBox und VMWare Workstation/Player.
  6. Im letzten Abschnitt
    gibt es Hinweise dazu.

    Die Wahl der VM hängt vom Prozessortyp Ihres Rechners ab. Ältere Rechner, die nur 32-Bit OSs erlauben und keine neueren Intel/AMD Chips enthalten, können die VirtualBox probieren. Rechner mit neueren Intel/AMD Chips können beide VMs benutzen.

Die Zugangsseiten der beiden VMs.
Virtual Box (öffnet in eigenem Fenster)
VMware Workstation (öffnet in eigenem Fenster)
VMware Workstation Player (öffnet in eigenem Fenster)
Die beiden VMware Seiten sind bei mir einwandfrei nur mit dem MS Internetexplorer zu sehen.

Beispiel 2 mit einer Ergänzung. Zuerst zeige ich eine vorhandene Ubuntuinstallation in der VirtualBox und danach ganz kurz, dass eine Iso Datei von Windows 10 problemlos in der VirtualBox gestartet und installiert werden kann.

Der Test zum Starten von Winows 10 in der VirtualBox

3. Ubuntu Neuinstallation
Die Neuinstallation von Ubuntu soll in einer virtuellen Maschine mit VMware Workstation 12 erfolgen. Ich benutze eine Vorabversion von Ubuntu 16.04 LTS (Xenial Xerus) Beta 2. 'LTS' heisst 'Long Term Support', diese Version wird alle 2 Jahre veröffentlicht und bekommt 5 Jahre Support. Damit ist sie gerade jetzt für die Umstellung des Webservers geeignet. Die Version ist mittlerweile verfügbar.

In einer Folge von Videos werde ich die Konfiguration der VM und die Installation von Ubuntu 16.04 zeigen. Die wichtigsten Einrichtungs- und Arbeitsschritte führe ich vor. Danach zeige ich, wie spezielle Arbeiten in Ubuntu ablaufen. Es folgen Hinweise, wie man sich schrittweise in dem System zurechtfindet. Einige Eigenschaften von Ubuntu 16.04, Debian 8.5 und Fedora 23 werden besprochen.

Beispiel 3-1 Ubuntu-16-04-Teil-1 :
Vorbemerkungen zur Boottechnik von Linux. In VMware Workstation eine virtuelle Maschine für Ubuntu konfigurieren und Ubuntu installieren. Prüfen, ob VMware Tools mit installiert werden.

Beispiel 3-2 Ubuntu-16-04-Teil-2 :
Hinweise zum Konfigurationsmenu von VMware Workstation. Ergänzende Bemerkungen zu den VMware Tools und die Konfiguration der Ubuntu Maschine.

Beispiel 3-3 Ubuntu-16-04-Teil-3 :
Abschliessen der Konfiguraion, Einführung in Umgang mit Terminal, Umgang mit Superuser Rechten, grundlegende Befahle, Konfiguration des Terminals, Benutzerrechte, Verzeichnisstrukturen, Benutzer und Gruppen, Cheat Sheets

Beispiel 3-4 Ubuntu-16-04-Teil-4 :
VVorbereiting und Begründung für 'root' als Loginbenutzer. Midnight Commander -MC- und X-Windows Programme, neue Aliase . Display Manager und dessen Einstellungen finden. Geänderten Display Manager importieren, Konfiguration prüfen. Als root einloggen, kofigurieren. X-Window Programme zeigen. Beispiele Cheat Sheets.

Beispiel 3-5 Ubuntu-16-04-Teil-5 :
Zugangshilfen für die Auffindung con Systeminformationen und Programmen. Systemstrukturen im Kontext des Display Managers, Umgang mit dem MC und Dateimanager.

Beispiel 3-6 Ubuntu-16-04-Teil-6 :
Ein tieferer Blick in die System- und Prozessstruktur von Linuxsystemen:
Verglaich von Ubuntu, Debian und Fedora. - Ausschalten der 'Zeitgeist' Eventsammlung.
Die ergänzende Webseite, in neuem Tab öffnen, finden Sie unter Prozessstruktur

Beispiel 3-7 Ubuntu-16-04-Teil-7 :
Standard Streams (std -in, -out, -err), Beispiele für unterschiedlichen Einsatz der Streams mit anderen Linuxbefehlen, Umgang mit der Shell, zeitgesteuerte Befehle. Hinweise zu Shell Skripten.
Zun Herunterladen das Script 'commvid.sh' , ('commvid.sh.txt' speichern als 'commvid.sh').

Ergänzend noch einige Hinweise und Links.
Wenn Sie für Linux Dateien aufbereiten, müssen Sie das Format der Zeilenumbrüche bachten. Windows: <CR+LF>, Mac <CR>, Linux <LF>, Hinweise finden Sie etwa im Abschnitt Wikipedia-Carriage_return-Computer . Manche Editoren können das für Sie erledigen, so Notepad++ und Html-Kit-Tools.
Links mit ergänzenden und vertiefenden Informationen:
Gnu Linux - dort die 'core utilities'
Mendel Cooper - Bash-Scripting Guide
Mendel Cooper - PDF-Bash-Scripting Guide
A-Z Index der Bash Kommandozeilen Aufrufe
Scientific Linux
Debian Pure Blends - Debian für spezielle Aufgaben
So wie es Standardisierungen für Fortran, C, Javascript etc. gibt, gibt es sie auch für Linux von der The IEEE and The Open Group. The Open Group Base Specifications Issue 7
Hier ein Hinweis der verhindert, dass Sie in der Informationsmasse untergehen:
Klicken Sie im linken Frame der Webseite auf 'Shell & Utilities', nach dem Neuladen klicken Sie dann im selben Frame unten auf '4. Utilities', nach dem Neuladen sehen Sie dan im linken Frame die Liste. Mit Klick auf eine utility sehen Sie die Information im rechten Frame.
Letztlich noch ein Hinweis auf die Gruppe LinuxQuestions.org, die seit 16 Jahren aktiv ist und neben einem Forum ein breites Angebot an Informationen und Hilfen anbietet.
LinuxQuestions.

4. Raspberry Pi 3 Modell B mit Raspbian
Das Raspberry Pi 3 ist ein Computer auf einer Platine mit einer Größe von 85,6x56 mm, der in England entwickelt wurde. Wichtige Merkmale: 1.2GHz 64-bit 4-Kern ARMv8 CPU, 1GB RAM, 4 x USB ports, 10/100 BaseT Ethernet, Drahtlos LAN, Bluetooth, Micro SD Kartensteckplatz, Micro-USB Stromstecker und weitere Anschlüsse. Als Betriebssystem wird auf der Micro SD Karte eine Linux Variante von Debian, der Ubuntu Basis, mit Namen Raspbian benutzt. Alle Informationen finden Sie auf Raspberry Pi Foundation , lesen Sie auch Wikip. Raspberry Pi. Dort finden Sie einige Hintergrundinformationen.

Die anfängliche allgemeine Verwunderung wurde schnell von der Einsicht über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten abgelöst: 'Raspberry Pi Projekte'. Eine gute Übersicht mit Bildern und Videos finden Sie mit der folgenden Suche:
3Eck Raspberry Pi Projekte.
Das Raspberry Pi liefert im Kontext der neuen Linuxwebseite ein ausgefallenes Beispiel. Ich habe eigene Gründe für die Auswahl, darüber sage ich etwas in dem unten folgenden Video. Wie auch für andere ist der günstige Preis für mich ein Beschaffungsgrund. Man benötigt wenige Teile, man muss bei der Wahl der Einkaufsquelle darauf achten, Originalteile zu kaufen, wichtig bei der Stromversorgung. Ich habe nach einiger Suche den Kauf getätigt bei: rasppishop.de , ging schnell und perfekt.

     Die Teile für Hardware:

     ... und Software:

Ein 'RaspberryPi' Verzeichnis anlegen. Installation der Software: Die drei Softwarepakete herunterladen, Formatierer entpacken und die eingelegte SD Karte im Kartenleser formatieren. Den Win32 Disk Imager entpacken und das Raspbian Image auf die SD Karte einlesen. 'putty.exe' im Verzeichnis ablegen, später 'Als Administrator ausführen', s.Video.
Hilfe zur Installation finden Sie unter Raspberry Documentation in den Teilen 1,2 und 4. Auch hilfreich ist Raspberry Pi Einsteiger Guide .
Ich empfehle am Anfang unbedingt die Raspbian Version zu benutzen. Von alternativen Linux Versionen würde ich zunächst abraten!
Sobald Sie die Micro SD Karte fertiggestellt haben, können Sie die Hardware zusammenbauen. Achtung: Nie auf die Platine fassen, nur an den Ecken anfassen. (Alter Trick: statische Körperoberflächenaufladung durch Griff mit beiden Händen am Heizkörper entladen!) Platzieren Sie die Platine nur auf den Boden des Gehäuses, erst wenn das System läuft, fügen Sie die restlichen Teile zusammen.

Im folgenden Video zeige ich, wie ich mit dem Remote Desktop von Windows (hier Win 7) und der oben angegebenen Hardware das Raspberry Pi starten und benutzen kann. Die Netzwerkverbindung wird mit Ethernet aufgebaut.
Wer WLAN benutzen möchte, muss anders vorgehen, dazu :

Lesen Sie hier mehr

Beispiel 4 Das Video zeigt den gesamten Bootvorgang und einen Einblick in das Raspberry Pi System, die Vorführung des Systems inclusive unseres Apache2 Servers.

Linux - Distributionen

Einen Überblick über die diversen Linuxdistributionen erhalten Sie auf der Webseite von DistroWatch (öffnet in eigenem Fenster). Orientieren Sie sich an den drei Spalten. Dann scrollen Sie bitte in der Seite nach unten, bis Sie die Überschrift Ranking der Seitenaufrufe sehen. Sie können verschiedene Zeiträume einstellen. Es führt z.Zt. 'Mint' vor 'Debian', 'Ubuntu' und 'openSUSE' (welches lange Jahre in der BRD am weitesten verbreitet war).
Zunächst: Die führenden Distributionen erkennen alle aktuelle Hardware, die Grafikkarten und -chips sowie Bildschirme werden besser erkannt als früher. Selbst beim Test einer Live-Linux Distribution wird z.B. der Mehrbildschirmbetrieb möglich. Gängige USB-Geräte, Drucker/Scanner, Videokameras, Soundkarten, (Wlan)Router etc. verursachen kaum noch Probleme,. Bei billigen Notebooks mit veralteter Hardware ist Vorsicht geboten und Webrecherchen sind hier unabdingbar. Eine gründliche Information ist immer sinnvoll, sonst riskieren Sie schnell Geldverlust und viel Ärger.
Im letzten Teil mehr dazu im richtigen Kontext.

Über die Links in der oben angeführten Spalte von Distrowatch können Sie eine Informationsseite zu einer gelisteten Distribution aufrufen. Dort finden Sie die Homepages der Distribution sowie diverse Zusatzinformationen und auch Hinweise zur Software. Achten Sie auch auf die Hinweise zur Quelle: Es gibt unabhängige Quellen wie Debian, Red Hat und openSUSE und abhängige wie Ubuntu (basiert auf Debian) und Mint (basiert auf Ubuntu und Debian).
Beachten Sie noch: Neben dem freien und kostenlos beziehbaren Linux gibt es noch kostenpflichtige Industrielösungen.

Der richtige Rechner für Windows/Mac OSX/Linux

Bei einer nicht unbekannten deutschen Firma habe ich ein Notebook entdeckt
- nur als Beispiel, nicht als Werbung, denn die Konkurrenz ist gross -,
mit dem man die o.a. VMs realisieren kann, der Preis (27.02.2016) ist Euro 399. Die wesentlichen Daten: 17" Bildschirm, Intel Grafik, 8 GB Speicher, 500 GB Platte, DVD-/CD-Brenner, HD Webcam, Kartenleser für SD-, SDHC- & SDXC-Karten. Der Intel Celeron Prozessor stammt aus Q3'14, kann 64-Bit und VT-x (sollte man sich von der Firma bestätigen lassen). Für den Preis lassen auch die Anschlüsse keinen Wunsch offen.

Die von Intel/AMD Chips benutzte VT-x/AMD-V Technik kann von der VirtualBox benutzt werden, ist aber nicht zwingend. Mittlerweile sollte man mit 64-Bit Systemen arbeiten. Oftmals werden mit 64-Bit fähigen Prozessoren 32-Bit OSs benutzt. Was viele nicht wissen: Die Lizenz (Lizenzschlüssel) eines 32-Bit Windows berechtigt auch zur Installation der 64-Bit Version. Digital River hostet offiziell die Software von Microsoft, Downloadangaben finden Sie bei Windows7 Downloads DE.

Lesen Sie hier mehr

Das Eingangsbeispiel kann als erste Orientierung dienen. Tatsächlich ist allgemein die optimale Ausstattung eines PCs nicht einfach zu bestimmen. Fehlinvestitionen verhindert man nur durch gute Vorbereitung. Man sollte die eigenen Arbeitsweisen am Rechner mit Hilfsmitteln beobachten und die eigenen Anforderungen versuchen abzuschätzen. Vor allem mögliche Änderungen von Anforderungen in Ausbildung und Beruf sind oft unkalkulierbar und die finanziellen Möglichkeiten verhindern oft die Neuanschaffung. Ein gutes Hilfsmittel ist der Ressourcenmonitor, den Sie im Zubehör unter 'Systemprogramme' finden. Testen Sie mehrere Programme mit hoher Leistungsanforderung gleichzeitig. Dabei helfen Virtuelle Desktops, für Privatanwender kostenlos. Im Ressourcenmonitor in einem eigenen Desktop können Sie dann das Computerverhalten genau beobachten. Eine wichtige andere Quelle sind Programme aus Mark Russinovichs Sysinternals Suite.

Neben einem 64-Bit System ist ein Mehrkernprozessor sinnvoll. Die Lastenverteilung auf mehrere Prozessoren ist nicht nur für VMs wichtig, sie ist heute z.B. bei aufwendigen Berechnungen zwingend, weil Prozesse parallelisiert werden können. Bei einem 4-Kern Prozessor kann man etwa 2 VMs je einem Prozessor zuweisen und bei 8 GB Speicher je 2 GB für jede VM, bleiben 4 GB für das Wirtsystem - bei einem PC mit 4 GB Speicher, d.h. 1-1-2 GB Verteilung wird der PC wahrscheinlich sehr damit beschäftigt, Daten im virtuellen Speicher hin und her zu schaufeln. Das verlangsamt den PC und die Platte wird strapaziert.

Mit guten Quellen finden Sie auch Informationen zur Hardware. Sie sollten die Informationen zur Gewährleistung genau ansehen. Große ausländische Hersteller vergeben Reparaturen oft in Billiglohnländer. Bei Käufen nicht in Wohnortnähe kommen dann die Versendungskosten hinzu. Nicht nur in Großstädten finden Sie Computerhandel, ich kaufe seit vielen Jahren nur bei einem örtlichen Händler, bei dem ich die Gewährleistung selbst aushandeln kann. Wenn ein Händler schlechte Ware vertreibt, schmälern Reparaturen seinen Gewinn. Suchen Sie in Erfahrung zu bringen, wie lange ein Händler sein Geschäft betreibt. Die grossen Händler bieten oft preiswert an, weil sie mit veralteten Teilen billig in Asien Massenware produzieren lassen. Deswegen ist eine gründliche Marktrecherche bei den Komponenten unerlässlich. Erst wenn Sie in den Quellen bei neu auf dem Markt erschienenen Teilen Testberichte sehen, können die in Ihre Planung einbezogen werden. Besonders bei neuen Prozessoren ist Vorsicht geboten. Bei extremen Leistungsdaten kann ein Teil schnell bei ca. € 800+ liegen. Die Datenblätter der Prozessoren von Intel und AMD finden Sie auf den Webseiten der Firmen. Nützlich sind auf alle Fälle die Infoseiten der bekannten deutschen Computerzeitschriften.
Die Nachrichtenseite Heise online - IT-News, Nachrichten und Hintergründe gehört für mich zur täglichen Lektüre.

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Einige Schlussbemerkungen:

  1. Ein anhaltender Trend ist, unter Benutzung virtueller Maschinen Windows und Linux bzw. Mac OS X und Windows parallel zu betreiben. Je nach persönlicher Vorerfahrung kann dann entweder Windows/Mac OS X oder Linux/Windows das primäre Arbeitssystem sein. Man muss auf keines der beiden Systeme verzichten und kann die persönlichen Ansprüche anpassen.
  2. Bei Youtube finden Sie natürlich eine Vielfalt von Videos zu allen oben angesprochenen Themen. Es sind einige gute in der Fülle nicht leicht zu findende dabei. Immerhin kann man mit 'Dieses Jahr' einen Filter setzen, und auf das beste hoffen. Die fremdsprachigen Videos sind meist akustisch kaum verständlich, der Sprachschatz oft unbekannt.
  3. Sofern sie als Leser Student oder Berufssuchender sind, sollten sie die Aussichten eines Berufs im Linuxumfeld nicht ausser Acht lassen - ein Beruf in der Computerei ist auch gesellschaftsfähig. Unter dem Begriff scientific linux finden Sie hinreichend Information. Werfen Sie auch einen Blick in die Veröffentlichungen der Linux Foundation Publications.
  4. Ganz profan: In meinen Lehrveranstaltungen kam öfters die Frage, wie man einen Computerneukauf bewerkstelligen kann. Die Anregung, die Verwandtschaft bei einer passenden Gelegenheit zu einer Geschenkspende zum Neukauf zu bewegen, war meist erfolgreich.

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