Historisches Seminar der Universität Bonn
Prof. Dr. Ingrid Heidrich

Vorlesung - WS 2001/2002: Die Kreuzzüge

I. Gliederung der Vorlesung. Themen der Doppelstunden

Vorbemerkung: Es ist kein ereignisgeschichtlicher Überblick beabsichtigt, sondern die Vorlesungsstunden greifen Schwerpunktthemen auf. Zur ereignisgeschichtlichen Grundorentierung folgt unter II. eine Zeittafel. Die Einsicht in Kartenmaterial (z. B. Bayer. Schulbuchatlas Teil Mittelalter) ist unerläßlich. Das Internet-Angebot zu dem Thema ist so umfassend, wie zu keiner anderen Thematik der mittelalterlichen Geschichte, jedoch von sehr unterschiedlicher Qualität.

1. Doppelstunde: Begriff Kreuzzug. Behandlung des Themas in der neueren Fachliteratur. Abgrenzung zur Pilgerfahrt. Kennzeichnung und Privilegien der Kreuzfahrer.

2. Doppelstunde: Byzanz und die islamische Welt von der 2. Hälfte des 11. bis zur 2. Hälfte des 12. Jh.

3. Doppelstunde: Die Quellen zu den Kreuzzügen 1-3.

4. Doppelstunde: Kontakt- und Konfliktzonen zwischen islamischer Welt und Christenheit vor den Kreuzzügen. Soziale und wirtschaftliche Vorbedingungen der Kreuzzüge. Das Ziel Jerusalem.

5. Doppelstunde: Die Päpste und die Kreuzzüge. Zeitgenössische Kreuzzugskritik.

6. Doppelstunde: Kreuzzugs- und Reisewege im 11. und 12. Jh. Bewaffnung, Versorgung, Dolmetscher, landeskundige Führer.

7. Doppelstunde: Die Kreuzfahrerstaaten 1: Pilgerversorgung, Hospitäler, Ritterorden.

8. Doppelstunde: Die Kreuzfahrerstaaten 2: Das Verhältnis der lateinischen Christen zu orthodoxen Christen, Muslimen, Juden. Verfassungsstruktur und Recht. Kulturelle und wirtschaftliche Situation. Verhältnis zu Byzanz.

9. Doppelstunde: Die italienischen Seehandelsstädte Venedig, Genua und Pisa und die Kreuzzüge.

10. Doppelstunde: Der 4. Kreuzzug und das Lateinische Kaiserreich. Die altfranzösischen Chronisten Robert de Clary und Godefroy de Villehardouin.

11. Doppelstunde: Kreuzzüge und europäisches Judentum.

12. Doppelstunde: Die Kreuzzüge des 13. Jh.

13. Doppelstunde: Byzanz nach der Zerstörung des Lateinischen Kaiserreichs.

14. Doppelstunde: Das Bild der Kreuzzüge in der mittelalterlichen Literatur. Die Rolle der Kreuzzüge für Europa. Das Fortleben des Kreuzzugsgedankens im Spätmittelalter.

II. Zeittafel zu den Kreuzzügen

1. Kreuzzug

Synode von Piacenza, Frühjahr 1095: Bitte des Kaisers Alexios I. Komnenos (1081-1118) an Papst Urban II. um militärische Hilfe gegen die Seldschuken in Kleinasien

Synode von Clermont, Nov. 1095: der öffentliche Aufruf Papst Urbans II. am Schluß der Synode mobilisiert "milites" und andere Gruppen in Frankreich und im Westen des Imperium, danach auch Normannen aus Süditalien. Bischof Adémar von Le Puy wird päpstlicher Legat für den Kreuzzug

Frühjahr 1096 Aufbruch der ersten unorganisierten, überwiegend nicht-ritterlichen Gruppen (Robert d'Abrissel, Peter von Amiens, Walter Sans Avoir). Erste Judenverfolgungen. Im Juli 1096 sind die Kreuzfahrer vor Konstantinopel

Ab August 1096 Aufbruch der ritterlichen Kreuzfahrer: Gottfried von Niederlothringen (Bouillon), sein Bruder Balduin von Boulogne, Robert II. von Flandern, Robert von der Normandie, Stephan von Blois, Hugo von Vermandois, Raimund von Toulouse, Bohemund von Tarent (Sohn des Robert Guiscard) und sein Neffe Tankred

Nach Auseinandersetzungen und Verhandlungen mit Kaiser Alexios werden sie Anfang 1097 nach Kleinasien übergesetzt

Mai/Juni 1097 erobern die Kreuzfahrer für Byzanz den von Seldschuken beherrschten Stützpunkt Nikäa zurück

Durchmarsch durch Kleinasien, im Okt. 1097 Beginn der Belagerung von Antiochia. Balduin von Boulogne übernimmt, sich vom Hauptheer trennend und in armenisch-türkische Konflikte eingreifend im März 1098 die Herrschaft in Edessa am oberen Euphrat. Juni 1098 Einnahme von Antiochia nach aufreibender Belagerung. Hier etabliert sich Bohemund als Fürst

Weiterzug des Hauptheeres in Richtung Jerusalem, Belagerung der Stadt Juni/Juli 1099. Eroberung Mitte Juli, gefolgt von großem Blutbad. Gottfried von Niederlothringen herrscht als "Vogt des Hl. Grabes", nach seinem Tod (Juli 1100) übernimmt sein Bruder Balduin als König die Herrschaft im nunmehrigen Königreich Jerusalem und delegiert seine bisherige Herrschaft in Edessa an seinen gleichnamigen Vetter. Raimund von Tpoulouse etabliert sich als Fürst von Tripolis (Libanon)

Nachkreuzzüge 1100/1101

2. Kreuzzug

wird ausgelöst durch den Rückfall der Grafschaft Edessa Ende 1144 unter islamische Herrschaft. Kreuzzugsbulle Eugens III. von Dez. 1145. Die Absichten des französischen Königs Ludwig VII. und des Abtes Bernhard von Clairvaux. Veränderte päpstliche Kreuzzugsbulle vom März 1146. Aufbruch der deutschen und französischen Kreuzfahrer unter Führung der Könige Konrad III. und Ludwig VII. im Mai/Juni 1147. Gescheiterte Belagerung von Damaskus Juli 1148. Politische Veränderungen im Nahen Osten. Verhandlungen und Bündnisse. Rückkehr der Kreuzfahrer 1149. Nebenschauplätze: sog. Wendenkreuzzug 1147; Eroberung Lissabons durch englische, flämische und friesische Kreuzfahrer 1147.

3. Kreuzzug

wird ausgelöst durch die Rückeroberung des Königreichs Jerusalem durch Sultan Saladin: Eroberung der Hafenstadt Akkon Juni 1187, Schlacht von Hattin Juli 1187, Eroberung Jerusalems Okt. 1187. Den Christen verbleiben außer einigen Festungen nur die Städte Antiochia, Tripolis und Tyrus.
Zu Saladin: Der Unterführer Zengi (Imad-ad-Din Zengi) hatte von Mosul und Aleppo aus seit 1127/1128 eine vom abbassidischen Kalifen in Bagdad aber auch von den fatimidischen Herrschern Ägyptens weitgehend unabhängige Herrschaft auf- und ausgebaut. Bei Zengis Tod 1146 erfolgte eine Erbteilung, bei der Nur-ad-Din Aleppo erhielt und sich fortan auf die Rückeroberung der Kreuzfahrerstaaten konzentrierte. Er unterwarf die muslimischen Teilfürsten in Syrien und eroberte Teile des Kreuzfahrerstaates Antiochia. Nur-ad-Dins Unterführer Sirku eroberte in den Jahren 1167 bis 1169 Ägypten, dessen Neffe war Saladin, der dem Onkel nach dessen Tod 1169 als faktischer Herrscher Ägyptens folgte und nach dem Tod Nur-ad-Dins 1174 auch die Herrschaft über Syrien übernahm.
Ziel des 3. Kreuzzugs war die Rückgewinnung Jerusalems. Nach gründlicher Vorbereitung Aufbruch der Deutschen unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa 1189, der jedoch 1190 beim Durchzug durch Kleinasien stirbt. Zeitweilige Beteiligung des französischen Königs Philipp II. Augustus und des englischen Königs Richard I. "Löwenherz". Die Truppen Saladins (gestorben 1193) können fast alle Rückeroberungsversuche abweisen. Lediglich Akkon kann unter Führung des Königs Richard Löwenherz im Juli 1191 von den Kreuzfahrern zurückerobert werden. Ende des Kreuzzugs nach Richards Abreise aus Palästina im Okt. 1192.
In den folgenden Jahren einzelne Kreuzzugsversuche ohne konzentrierte Führung, ohne Ergebnisse.

4. Kreuzzug

Erste Kreuzzugsaufrufe des Papstes Innozenz III. im August 1198. 1202 Versammlungen von Kreuzfahrerheeren vor Marseille und Venedig. Finanzierungsprobleme der mit dem Dogen von Venedig (Enrico Dandolo) auf der Basis einer höheren Teilnehmerzahl vereinbarten Überfahrt. Als Entgelt für die Überfahrtkosten Eroberung des ungarischen Zara an der dalmatinischen Küste für Venedig durch die Kreuzfahrer. Päpstliche Exkommunikation gegen sie bleibt wirkungslos. 1203 Weiterfahrt der Kreuzfahrer (Hauptführer Bonifaz von Montferrat), um dem byzantinischen Thronprätendenten Alexios IV. Angelos den Kaiserthron zu verschaffen. Der erste Ansturm der Kreuzfahrer auf Konstantinopel führt im Juli 1203 zur Flucht des amtierenden Kaisers (Alexios III.) und der Einsetzung des Prätendenten Alexios IV. Angelos, der jedoch schon Anfang 1204 während eines Aufstandes ermordet wird. Zum neuen Kaiser wird der lateinerfeindliche Alexios V. Murtzuphlos erhoben. Um ihn zu stürzen erobern die Kreuzfahrer Konstantinopel (Sturm der Mauern): umfangreiche Plünderung von Schätzen und Reliquien und auf der Basis eines zuvor zwischen Venedig und den Kreuzfahrerführern abgeschlossenen Vertrages Aufteilung des Byzantinischen Reiches. Lateinischer Kaiser (Balduin von Flandern) von Konstantinopel. Sein "Reich" umfaßt die Gebiete nördlich und südlich des Marmara-Meeres. An Venedig fallen 3/8 der Stadt Konstantinopel, die meisten Inseln der Ägäis, Kreta, wichtige Hafenstädte in Griechenland, Bonifaz von Montferrat schafft sich das Königreich Thessalonike (Thessalien, Makedonien). Weitere französische Kreuzfahrerstaaten um Athen (Herzogtum) und auf der Peloponnes (Achaia). Byzantinische Restgebiete in Epiros (Albanien), Trapezunt (südliche Schwarzmeerküste) und vor allem Kaiserreich Nikäa (Bithynien). Ende des "Kreuzzugs".
Folgen: Lateinische Fremdherrschaft im Kerngebiet des Byzantinischen Reiches, Schwäche und Lateinerhaß der byzantinischen Reststaaten, Schwächung des Kreuzzugsgedankens, venezianisches "Kolonialreich" im östlichen Mittelmeerraum. In kräfte- und geldzehrenden Kämpfen gelingt es den Exilkaisern von Nikäa nach und nach bis zur Wiedergewinnung von Konstantinopel 1261 das "Lateinische Kaiserreich" zurückzuerobern. Den wenig später einsetzenden Einfällen der osmanischen Türken in Ostanatolien ist das restituierte aber erschöpfte Byzantinische Reich nicht mehr gewachsen.

Kreuzzugsaktivitäten des 13. Jh.

Die Erben des 1193 verstorbenen Saladin (Aiyubiden) lösten das unter Saladin einheitlich geführte Reich in zahlreiche kleinere Herrschaften auf, deren wichtigste und am straffsten beherrschte Ägypten war. Hauptzielrichtung der Kreuzzüge im engeren Sinn wurde im 13. Jh. Ägypten, nicht mehr Palästina.
Daneben werden im 13. Jh. zahlreiche andere Unternehmungen als Kreuzzüge geführt: die Reconquista-Kämpfe gegen die Mauren auf der iberischen Halbinsel, die Kämpfe gegen die noch heidnischen baltischen Völker, Pruzzen, Litauer und Liven, die Kämpfe gegen "Häretiker" (Katharer, Albigenser).
"Kinderkreuzzug" 1212. Der Kreuzzug gegen die Festung Damiette an der Nilmündung 1218-1221 (Ägypten). Der Kreuzzug Kaiser Friedrichs II. 1228/1229 (Palästina). Die Kreuzzüge des französischen Königs Ludwig IX., "des Heiligen" 1248-1254 (Ägypten, danach mehrfaches Eingreifen in Palästina) und 1267-1270 (Tunis, wo er stirbt). Vordringen der Mongolen und Ausbreitung der Mamelukenherrschaft. Ritterorden und Kreuzfahreradel verlieren immer mehr Bastionen im Hl. Land. 1291 fällt als letzte große Hafenstadt Akkon an die Mameluken. Latein. Exilkönige von Jerusalem auf Zypern bis 1489 (Eroberung durch osmanische Türken).

III. Überblicksliteratur (Auswahl)

1. Lexikon: J. Riley-Smith, Artikel Kreuzzüge, Teile A, B, C in: Lexikon des Mittelalters 5 (1991)

2. Handbuch: R. C. Schwinges, Die Kreuzzugsbewegung, in: Handbuch der europäischen Geschichte Bd 2, hg. v. F. Seibt (1987) S. 181-198

3. Monographie: H. E. Mayer, Geschichte der Kreuzzüge, Urban TB 86, 9. und bisher letzte Aufl. (2000)

4. Bibliographien: H. E. Mayer, Bibliographie zur Geschichte der Kreuzzüge (1960).
Aziz S. Atiya, The Crusade. Historiography and Bibliography (1962)

IV. Quellen (Auswahl)

Recueil des Historiens des Croisades (RHC), grundlegende Quellenedition des 19. Jh. zu den Kreuzzügen, 5 Bände Historiens orientaux, 5 Bände Historiens occidentaux, 2 Bände Historiens grecs, 2 Bände Lois, 2 Bände Documents arméniens. Das Geschichtswerk des Wilhelm von Tyrus in: Historiens occidentaux Bd 1, 2 Teile.

Neueditionen von H. Hagenmeyer von
Anonymi Gesta Francorum (1890)
Fulcherii Carnotensis Historia Hierosolymitana 1095-1127 (1913)

In der lat.-dt. Parallelausgabe der Freih.-v. Stein-Gedächtnisausgabe, Ausgewählte Quellen zur deutschen des Mittelalters liegen vor:
Bd 15: Futolfs und Ekkehards Chroniken, hg. v. F.J. Schmale und I. Schmale-Ott, dort Ekkehards Kreuzzugsberichte zu den Jahren 1099-1101, S. 129-179
Bd 16: Die Chronik des Bischofs Otto von Freising, hg. v. W. Lammers, dort VII 28-33 die Nachrichten zum 2. Kreuzzug
Bd 17a: Italische Quellen über die Taten Kaiser Friedrich I. in Italien und der Brief über den Kreuzzug Kaiser Friedrichs I., hg. v. F.J. Schmale, dort die letztgenannte Quelle

Chroniken des 4. Kreuzzugs: die Augenzeugenberichte von Geoffroy de Villehardouin und Robert de Clary, hg. v. Gerh. E. Sollbach (Übers.) (Bibl. d. histor. Forschung 9) (1998)
A. Pauphilet, Historiens et chroniqueurs du moyen age. Robert de Clary, Villehardouin, Joinville, Froissart, Commynes (1972).
Godefroy de Villehardouin, La conqueste de Costentinoble d'après le ms. no. 2137 de la B.N. (1978).

V. Literatur zu den einzelnen Doppelstunden (Auswahl)

1. J. Sarnowsky, Kreuzzüge und Ritterorden in der neueren Forschung, in: Die Aktualität des Mittelalters, hg. v. H. W. Goetz (2000), S. 25-55.

2. R.-J. Lilie, Byzanz. Kaiser und Reich (1994).
P. Schreiner, Byzanz (OGG 22), 2. Aufl (1994).
E. Sivan, Islam and the Crusades, Antagonism, Polemics, Dialogue, in: Religionsgespräche im Mittelalter, hg. v. B. Lewis/F. Niewöhner (Wolfenbütteler Mittelalter-Studien 4, 1992), S. 207-215.
H. Möhring, Saladin und der dritte Kreuzzug. Aiyubische Strategie und Diplomatie im Vergleich vornehmlich der arabischen mit den lateinischen Quellen (Frankfurter Histor. Abhandlungen 21, 1980).

3. S. die Angaben unter IV (Quellen). Ausführlicher besprochen werden: Albert von Aachen, Fulcher von Chartres, Raimund von Aguilers, Balderich von Dol, die Gesta Francorum, Wilhelm von Tyrus. Von den Byzantinern die Alexias der Anna Komnene und Niketas Choniates. Dazu:
R. C. Schwinges, Kreuzzugsideologie und Toleranz. Studien zu Wilhelm von Tyrus (1977); dazu kritisch: R. J. Lilie, Byzanz und die Kreuzfahrerstaaten (1981) S. 290-301.
T. Gouma-Petterson, Anna Komnene and her times (2000).
Deutsche Übersetzungen:
E. und R. Kausler, Geschichte der Kreuzzüge und des Königreichs Jerusalem. Aus dem lateinischen des Erzbischofs Wilhelm von Tyrus (1840).
D. R. Reinsch,Anna Komnene, Alexias (1996)
E. Grabler, Die Krone der Komnenen, Byzantinische Geschichtsschreiber VII, hg. v. E. v. Ivanka (1958) (Auszüge aus der Chronik des Niketas Choniates)

4. C. Erdmann, Die Entstehung des Kreuzzugsgedankens (1935) und die allg. Literatur zu den Kreuzzügen.
Zur Symbolik Jerusalems auf mittelalterlichen Karten: A.-D. von den Brincken, Fines terrae. Die Enden der Erde und der vierte Kontinent auf mittelalterlichen Weltkarten (Schriften der MGH 36, 1992).

5. Vgl. die Überblicksliteratur zu den Kreuzzügen und
M. Matzke, Daibert von Pisa (Vorträge und Forschungen Sonderband 44, 1998).
R. Hiestand, "Gott will es!" Will Gott es wirklich?. Die Kreuzzugsidee in der Kritik ihrer Zeit (Beiträge zur Friedensethik 29, 1998).
E. Siberry, Criticism of crusading 1095-1274 (1985).

6. K. N. Ciggaar, Western Travellers to Constantinople. The West and Byzantium 962-1204. Cultural and Political Relations (1996).
E. Kislinger, Reisen und Verkehrswege zwischen Byzanz und dem Abendland vom 9. bis zur Mitte des 11. Jh., in: Byzanz und das Abendland im 10. und 11. Jh., hg. v. E. Konstantinou (1997), 231-257.
Zu den Handelswegen vgl. auch Lilie, Handel und Politik unter 9.
F. Reichert, Reisen und Kulturbegegnung als Gegenstand der modernen Mediävistik, in: Die Aktualität des Mittelalters, hg. v. H.-W. Goetz (2000) 231-254.
The Itinerary of Benjamin of Tudela, hg. v. M.N. Adler (1907).

7. J. Riley-Smith, The First Crusaders 1095-1131 (1997). Dazu Sarnowsky (s. 1) S. 53.
S. auch Prawer unter 8.
Die geistlichen Ritterorden Europas, hg. v. J. Fleckenstein/M. Hellmann (Vorträge und Forschungen 26, 1980).
Zum deutschen Ritterorden vgl. die Bände der Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens.

8. Zum Nebeneinander der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen vgl. Schwinges (wie unter 3).
M. Hoch, Jerusalem, Damaskus und der zweite Kreuzzug. Konstitutionelle Krise und äußere Sicherheit des Kreuzfahrerkönigreichs Jerusalem A.D. 1126-1154 (1993).
R.-J. Lilie, Byzanz und die Kreuzfahrerstaaten (1981).
J. Prawer, The Latin Kingdom of Jerusalem. European Colonialism in the Middle Ages (1972).
J. Riley-Smith, The feudal nobility and the kingdom of Jerusalem 1174-1277 (1973).

9. G. W. Day, Genoas Response to Byzantium 1155-1204. Commercial Expansion and Factionalism in a Medieval City (1988).
R.-J. Lilie, Handel und Politik zwischen dem byzantinischen Reich und den italienischen Kommunen Venedig, Pisa und Genua in der Epoche der Komnenen und Angeloi (1081-1204) (1984). - Ders., Der Fernhandel der Italiener und das byzantinische Reich am Vorabend des Vierten Kreuzzugs, in: Venedig und die Weltwirtschaft um 1200, hg. v. W. von Stromer (1999), S. 159-176.
D. M. Nicol, Byzancium and Venice. A study in diplomatic and cultural relations (1988).
P. Schreiner, Untersuchungen zu den Niederlassungen westlicher Kaufleute im Byzantinischen Reich des 11. und 12. Jh., in: Byz. Forschungen 7 (1979), S. 175-191.

10. S. die altfranzösischen Quellen und Niketas Choniates unter 3. Vgl. auch die Überblicksliteratur zu den Kreuzzügen.
T. Papacostas, Secular landholdings and Venetians in 12th century Cyprus, in: Byzantin. Zeitschrift 92 (1999), S. 479-501.

11. F. Battenberg, Das europäische Zeitalter der Juden Bd 1 (1990).
Zu den Judenverfolgungen im Zusammenhang mit dem 1. Kreuzzug: J. Aronius. Regesten zur Geschichte der Juden im fränkischen und deutschen Reich bis zum Jahr 1273 (1902, ND 1970).
J. Prawer, The History of the Jews in the Latin Kingdom of Jerusalem (1988).
Zu Benjamin von Tudela vgl. 6.

12. M. Menzel, Die Kinderkreuzzüge in geistes- und sozialgeschichtlicher Sicht, in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 55 (1999), S. 117-156.
P. V. Claverie, L'ordre du Temple au coeur d'une crise politique majeure: La Querela Cypri des années 1279-1285, in: Le Moyen Age 104 (1998), S. 495-511.
E. Stickel, Der Fall von Akkon. Untersuchungen zum Abklingen des Kreuzzuggedankens am Ende des 13. Jahrhunderts (1975).

13. Vgl. die Literatur unter 2.

14. N. Housley, The Later Crusades 1274-1580. From Lyons to Alcazar (1992).
Th. Frank, Vom Heiligen Land erzählen. Oltremare in den italienischen Novellen des 14. Jahrhunderts, in: Archiv für Kulturgeschichte 81 (1999), S. 35-57.


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